Tierschutz in Mauritius

Straßenhunde und -katzen

Straßenhunde und zu einem geringeren Anteil auch heimatlose Katzen sind in Mauritius allgegenwärtig. Viele von ihnen können sich mithilfe von Essensresten und dem Fangen von Ratten und Mäusen ernähren. Es gibt jedoch auch viele kranke und unterernährte Tiere, auch werden viele Opfer von Verkehrsunfällen. Die Einheimischen reagieren sehr unterschiedlich auf die Streuner. Einige respektieren und füttern die Tiere, mitunter auch aus religiösen Gründen. Anderen wiederum ist das Schicksal und das Leid dieser Tiere nicht bewusst.
Der Staat versucht das Problem durch Fangen und Töten der Tiere zu lösen. Fahrzeuge der „Dog Control Unit“ der MSPCA sind nach eigenen Angaben in jedem Ort mindestens einmal pro Woche „aktiv“. Dabei haben sie sich zum Ziel gesetzt, mindestens 3000 Tiere monatlich zu töten.

In Mauritius gibt es kein Tierschutzgesetz.

PAWS – Protection of Animals Welfare Society

PAWS ist die derzeit einzige Tierschutzorganisation in Mauritius und versucht mit leider sehr begrenzten Mitteln, dem Problem der Straßenhunde auf „humanem“ Wege entgegenzuwirken. PAWS sterilisiert die Tiere der Einheimischen zum Selbstkostenpreis, umgerechnet ca. 20 Euro pro Tier. In finanziell guten Zeiten konnte PAWS mit einer mobilen Tierklinik über die Insel reisen und der armen Bevölkerung die Sterilisationen sogar umsonst anbieten. Ein weiterer Ansatz von PAWS sind verschiedene Aufklärungskampagnen, die in Schulen und anderen Einrichtungen in Mauritius durchgeführt werden.
Hierbei ist das Ziel den Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren zu vermitteln und ihnen die Bedeutung von Sterilisationen klar zu machen. PAWS besitzt auch ein kleines Tierheim in Belle Rive, nahe Curepipe, das jedoch ständig überfüllt ist. Denn leider gibt es in Mauritius zu wenig Menschen, die an einem Mischlingshund oder an einer Katze interessiert sind. Ein Tierheim im Norden der Insel, in dem Dörfchen Vale ist in Planung.

Wie können Sie helfen?

Spenden sind der Organisation eine große Hilfe. PAWS hat große Probleme mit der Finanzierung. Sie können am besten direkt in Mauritius per Banküberweisung spenden (Bankverbindung finden Sie unten).

Werden Sie Flugpate.

Manchmal zieht ein Straßenhund „das große Los“ und wir von einem Touristen adoptiert, der diesen gerne mit nach Deutschland nehmen möchte. Wenn Sie diesen Hunden helfen möchten und mit Condor fliegen können Sie sich als Flugpate anbieten. Sie haben keine Unkosten und müssen lediglich den Hund am Flughafen mit einchecken und nach der Landung wieder abholen. Dort wird er dann von den neuen Besitzern in Empfang genommen. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei der deutschen Tierärztin birgit.paws@yahoo.de .

Sie möchten einen Hund / eine Katze mitnehmen..

Generell ist es ohne großen Aufwand möglich, einen Hund mit nach Deutschland zu nehmen, vorausgesetzt es stehen Flugpaten zur Verfügung oder es verbleiben noch 3 Wochen bis zum Abflug. Das Tier benötigt lediglich eine mindestens 21 Tage alte Tollwutimpfung, einen Mikrochip und sollte nicht krank sein. Ein paar Tage vor Abflug muß dann von der Veterinärbehörde in Reduit noch ein Tierärztliches Gesundheitszeugnis ausgestellt werden (hier die aktuellen Bestimmungen: http://europa.eu/legislation_summaries/food_safety/veterinary_checks_and_food_hygiene/f83009_en.htm). Mit einem Flugpaten kann der Hund dann mit Condor nach Deutschland fliegen. Für weitere Informationen können sie sich per email an birgit.paws@yahoo.de wenden.

PAWS sucht stets Tierärzte, die Sterilisationen durchführen können. Wenn Sie für mindestens sechs Monate gegen ein kleines Entgelt und freie Unterkunft bei PAWS tätig sein können, ist dies eine große Unterstützung für PAWS in Mauritius. Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an PAWS.

Auf der Facebookseite: „Tierschutz Mauritius“ finden sie aktuelle Informationen zum Thema Tierschutz in Mauritius und können ihre eigenen Erfahrungen mit anderen teilen.

Kontakt

www.pawsmauritius.org
Telefon: (00230) 686 9464
oder Mobiltelefon (00230) 727 5365
info@pawsmauritius.org

Bankverbindung:

PAWS (Protection of Animals Welfare Society)
HSBC - Curepipe - Mauritius
A/C No.: 006-071922-006
Swift Code: HSBCMUMU
bei Auslandsüberweisungen:
IBAN No: A/C-MU6 00706006071922006000MUR
Swift Code: HSBC MUMU,

Versuchsaffenzucht in Mauritius

Als weltweiter Exporteur Nr. 1 für Versuchsaffen steht das Land im Kreuzfeuer zahlreicher internationaler Tierschutzorganisationen, die den Wildfang, die Haltung und den Transport der Affen kritisieren. Bioculture, Noveprim und Biodia sind die drei großen Firmen, die mit dem Handel von Versuchsaffen ca. 20 Millionen US Dollar jährlich verdienen. Wilde Affen sind aufgrund des Artenschutzrechts international streng geschützt. Auf Mauritius werden die Tiere jedoch als „Schädlinge“ eingestuft. Ihr Fang und Export wird mit dem Argument begründet, dies diene dem Schutz landwirtschaftlicher Anbauflächen und der heimischen Fauna. Weitere Informationen gibt es z.B. beim Deutschen Tierschutzbund (www.tierschutzbund.de/versuchsaffen_importe.html)